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Der heilige Ulrich

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Die Ulrichswoche

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Mit der Ulrichswoche 2023 beginnt im Bistum Augsburg ein besonderes Jahr: Anlässlich der 1100. Wiederkehr seiner Bischofsweihe und des 1050. Todestages des heiligen Ulrich wird sich in der Diözese alles um den Bistumspatron drehen.

Das Leitwort „Mit dem Ohr des Herzens“ ist der Ulrichsvita entnommen, die Dompropst Gerhard von Augsburg schon kurz nach dem Tod von Bischof Ulrich im Jahre 973 verfasst hatte. Sie zeigt ihn als mitfühlenden, zuhörenden und Trost spendenden Oberhirten.

Doch das Jubiläumsjahr, das am 3. Juli 2023 beginnt, will nicht nur zurückblicken. „Das Motto ist wegweisend für uns alle“, sagt Bischof  Bertram Meier. „Hören wir wirklich mit dem Herzen, hören wir dem Anderen zu mit dem festen Wunsch, ihn zu verstehen? Wie können wir auch als Kirche hörbar bleiben – oder wieder werden?“

„Das Ulrichsjubiläum 2023/24“, so der Wunsch des Bischofs, „soll nach Corona ein Neustart für die Menschen im Bistum und damit für die Kirche von Augsburg werden. Wir können uns wieder treffen, einander begegnen, und sichtbar machen: Die Kirche ist noch da, und sie ist wichtig – auch heute.“

Mehr Informationen zum Jubiläumsjahr 2023/24
 

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Zum Auftakt der alljährlichen Ulrichswoche werden die Gebeine des Augsburger Bistumspatrons
erhoben. Vier Träger schultern den golden
und silbern glänzenden Schrein
des Heiligen und tragen ihn, angeführt
von den Ministranten und
gefolgt von den Geistlichen, das
Seitenschiff der Basilika hinab und
das Mittelschiff wieder hinauf. Unter
den rauschenden Klängen der
Orgel positionieren sie den Schrein
auf dem Volksaltar. Die Gemeinde
stimmt das Ulrichslied an: „Streiter
in Not, Helfer bei Gott.“







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Während der Ulrichswoche finden jedes Jahr mehrere Wallfahrten statt. Der Weg vom Augsburger Dom, vorbei an der Kirche Sankt Peter, zur Basilika St. Ulrich und Afra hat dabei eine lange Tradition, auch wenn die Strecke ursprünglich in gegengesetzter Richtung zurückgelegt wurde.

Beginnend mit dem Palmsonntag, der auch „Tag des Sündennachlasses“ hieß, war es dem Heiligen Ulrich ein großes Anliegen, die Kar- und Osterliturgie zu begehen. Bischof Ulrich begab sich am Morgen des Palmsonntags zum Grab der Heiligen Afra und zog von dort in einer feierlichen Prozession bis zum Perlach, wo er vom Domklerus und vielen Gläubigen empfangen wurde.
Nachdem Bischof Ulrich dort die Predigt gehalten hatte, gingen anschließend alle gemeinsam zum Dom, um dort die Heilige Messe zu feiern. Dieser Ritus reicht schon in das 8. Jahrhundert zurück und wurde erstmals von Propst Gerhard in der Ulrichsvita im 10. Jahrhundert schriftlich bezeugt.

Der Weg von der Grabeskirche der Bistumspatrone über den Perlach war nicht nur ein Prozessionsweg, sondern auch ein Pilgerweg. So erzählen drei Mirakel, dass Geheilte eines der in St. Afra vorhandenen Kreuze nahmen und unter der Begleitung von Geistlichen und Gläubigen zum Dom trugen, dort das Wunder berichteten und Gott Dank sagten.

Der Pilgerweg gewinnt auch im Wunderbericht eines kranken Grafensohnes Bedeutung. Er hatte sich in seinem Bett zum Grab des heiligen Ulrich tragen lassen, wo er seine Gaben darbrachte. Auf dem anschließenden Weg zum Dom erfuhr er Heilung.

Erstmals am 13. Mai 1762 fand auf der Wegstrecke von St. Ulrich und Afra zum Dom die Übertragung der Gebeine des heiligen Ulrich statt. Der Schrein wurde vom Bischof, dem gesamten Stadtklerus und vielen Gläubigen zum Dom begleitet, wo der Sarkophag auf den Kreuzaltar aufgestellt und verehrt wurde.

Auch in neuerer Zeit wurde bei der Feier besonderer Ulrichsjubiläen der Weg von den Gräbern der Bistumspatrone, den Bischof Ulrich zu Lebzeiten gegangen war, gemeinsam beschritten.

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Eine Besonderheit der Ulrichswoche ist jedes Jahr die Männerwallfahrt, die traditionell am Dienstagabend stattfindet.

In einer beeindruckenden Prozession ziehen oft mehr als tausend Männer durch die Augsburger Innenstadt vom Dom zur Ulrichsbasilika. Der Zug wird von einer Blaskapelle beim Gesang unterstützt und zwischen den Liedern werden Rosenkranzgesätze gebetet. 

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Nach einer zweijährigen Corona-Pause konnte die Prozession in diesem Jahr endlich wieder stattfinden. Mehr als 350 Männer aus allen Regionen des Bistums Augsburg waren gekommen und zeigten wortwörtlich Flagge für den Glauben. Gemeinsam mit Weihbischof Florian Wörner feierten die Männer anschließend die heilige Messe in der Basilika St. Ulrich und Afra. 



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Die Frauenwallfahrt hat in der Ulrichswoche eine lange Tradition: Bereits 1947 zogen die Frauen vom Augsburger Dom zur Basilika und beteten für die Anliegen der Welt. Traditionell am Mittwoch kurz nach Sonnenaufgang ziehen sie vom Dom zur Basilika St. Ulrich und Afra.

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Ein Tag in der Ulrichswoche gehört traditionell den Kindern. Von einer Kinderwallfahrt bis zum Schulgottesdienst mit Ulrichsspiel reicht das Programm für die jungen Besucher. 


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Für viele Kinder war es das erste Mal, dass sie einen echten Bischof trafen. Mit Bischofsstab und Mitra – ganz wie sein Vorgänger, der heilige Ulrich, wegen dem sich die rund 600 kleinen Besucher auf den  Weg nach Augsburg gemacht hatten.
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Als es 1998 gebaut wurde, war es das größte portable und schwenkbare Weihrauchfass der Welt. Es kommt seitdem bei besonderen Anlässen zum Einsatz. Einer davon war die große Ministrantenwallfahrt im Rahmen der Ulrichswoche 2019. Das 180 Kilogramm schwere Fass war ein echter Hingucker. Hauptattraktion waren aber die 700 Ministrantinnen und Ministranten, die aus dem ganzen Bistum nach Augsburg gekommen waren, um an das Grab des Bistumsheiligen zu pilgern.
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Der heilige Ulrich ist der Schutzpatron der Reisenden und Wanderer. Was liegt da näher, als ihm zu Ehren auf Wallfahrt zu gehen?

Eine kleine Gruppe Männer startet jedes Jahr in Türkheim um von dort mehr als 50 Kilometer zu Fuß nach Augsburg zu pilgern. 24 Stunden, also einen ganzen Tag und eine ganze Nacht, sind sie auf dem Weg. 
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Was wären Gottesdienste ohne Musik? Die vergangenen beiden Coronajahre, als das Singen zeitweise verboten war, haben gezeigt: ohne Singen, Musik und Chöre fehlt etwas. Umso schöner ist es, dass es während der Augsburger Ulrichswoche auch einen „Tag der Kirchenchöre“ gibt.
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Streiter in Not, Helfer bei Gott!
Du Bischof und Held,
von Gott auserwählt,
mit Glaubenskraft beseelt!
Bitte für uns, bitte für uns,
Sankt Ulrich, Sankt Ulrich!

Drangsal und Leid schwertharter Zeit
besiegte dein Flehn.
Das Reich blieb bestehn,
das Gott uns ausersehn.
Bitte für uns ...

Armen in Not brachst du das Brot,
hast Hilfe gewährt
und Frieden beschert,
von Liebeskraft verzehrt.
Bitte für uns...

Weise im Rat, mannhaft an Tat
und mächtig im Wort,
der Heimat ein Hort
bleib es auch immerfort.
Bitte für uns ...

Vater so mild, Wehr uns und Schild
für Wahrheit und Recht,
dass rein wir und echt,
nie sind der Lüge Knecht.
Bitte für uns ...

Mitten im Sturm, bleib uns ein Turm
der Zuflucht und Kraft,
die Rettung uns schafft
aus aller Nöte Haft.
Bitte für uns ...

Ulrichslied; Text: Arthur Piechler / Sr. Germana Förster, 1955; Melodie: Arthur Piechler

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Historie

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um 890
Geboren, vermutlich in Wittislingen,
Dillingen oder Augsburg.
Er entstammt dem alemannischen Hochadel

ca. 900/08

Ausbildung im Kloster St. Gallen
Kämmerer von Bischof Adalbero in Augsburg

ab 909

Verwalter der Güter seiner Familie

923

Weihe zum Bischof von Augsburg
Wiederaufbau des zerstörten Augsburger Doms
Erneuerung des Mauerrings um die Stadt

952-954

Mitkämpfer an der Seite Ottos I. beim Aufstand von dessen Sohn Herzog Liudolf
Ulrich ist einer der beiden Vermittler des Waffenstillstands

955

Verteidigung der Stadt Augsburg gegen die Ungarn in der Schlacht auf dem Lechfeld

Um 955

Verleihung des Münzrechts durch Otto I.
Wiederaufbau der Kirche St. Afra
(heute St. Ulrich und Afra)

968

Gründung des Kanonissenstifts St. Stephan und der später abgerissenen Johanniskirche
Mehrfach Teilnahme an Hoftagen
Mehrmalige Reisen nach Rom
Zeitweise Abt der Klöster Kempten und Ottobeuren

ab 971

Übergabe der Verwaltungsaufgaben an seinen Neffen Adalbero

973

Am 4. Juli gestorben
Am 7. Juli in St. Afra bestattet

993
 
Heiligsprechung 



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Ulrich entstammte einem hochadeligen alemannischen Geschlecht und war das Kind frommer Eltern. Sein Vater hieß Hupald und seine Mutter Dietburga. Der Name Ulrich setzt sich zusammen aus Uodal (alt) und rich (reich) und lässt sich in etwa so übersetzen: „reich an väterlichem Erbe“.
In der Tat zählten seine Eltern zu den vornehmsten Adelsfamilien Oberschwabens. Ulrich wurde wohl im Jahr 890 geboren, wo genau, ist ungewiss. Im Gespräch sind unter anderem Wittislingen und Augsburg. Damit teilt der Bischof und Bistumspatron das Schicksal vieler Großer in der Weltgeschichte: Im Dunkel verborgen bleibt der Ort, an dem sein Erdenleben begann – im hellen Licht aber erstrahlt die Stätte, an der er nach jahrzehntelangem segensreichem Wirken aus dieser Welt schied.

Es heißt, der kleine Ulrich wäre anfangs nicht gut gediehen und sei kränklich gewesen. Auf den Rat eines durchreisenden Geistlichen sei seine Ernährung umgestellt worden, woraufhin sich das Kind prächtig entwickelt habe. Zudem habe der Geistliche dem Kind eine große Zukunft prophezeit.

Wegen seiner auffallenden Begabung vertrauten seine Eltern den Zehnjährigen zur Ausbildung den Benediktinern von St. Gallen an, dem damals bedeutendsten Bildungszentrum im alemannischen Raum. 

Was einmal aus ihm werden sollte, wird in den prophetischen Worten der Reklusin Wiberat (Wiborada) ablesbar. Nach dreitägigem Gebet sagte sie voraus, dass Ulrich von Gott zum Regieren bestimmt sei. Sie prophezeite ihm einen Bischofssitz, verbunden mit schwerer Mühsal.

Mit 18 Jahren kehrte der bestens ausgebildete Ulrich nach Augsburg zurück und wurde unter Bischof Adalbero Kämmerer. Nach dessen Tod trat 909 Bischof Hiltine die Nachfolge an. Ulrich sorgte sich nach dem Tod seines Vaters um seine Mutter und die Familiengüter.

Als Bischof Hiltine 923 starb, erfolgte die Berufung des 33-jährigen Ulrichs zum neuen Oberhirten des Bistums Augsburg.

Anlässlich der Restaurierung des Ulrichs-Schreins in Zusammenhang mit den bevorstehenden Tausendjahr-Feierlichkeiten ordnete der damalige Bischof von Augsburg, Dr. Josef Stimpfle, im Jahr 1971 die Bildung einer Ärztekommission zur Überprüfung und Dokumentation der Gebeine des heiligen Ulrich, an. 

Den vollständigen Bericht über die Untersuchung der Gebeine des hl. Ulrich von 1971 können Sie hier lesen.

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Das Thema Aufbau durchzog das Wirken Ulrichs wie ein roter Faden. Dabei legte er auch immer wieder selbst Hand an. Bereits in den ersten Jahren als Bischof kümmerte er sich um den Wiederaufbau der Stadt, darunter auch den niedergebrannten Dom und zahlreiche Klöster.

Von weitreichender Bedeutung war sein Entschluss, die hölzernen Brustwehren der Stadt durch Steinmauern zu ersetzen.

Aber auch die innere Mission einer noch in Teilen heidnisch geprägten Bevölkerung und die Heranbildung eines guten Klerus waren Ulrich ein großes Anliegen. Zu diesem Zweck baute er die Domschule aus, für Arme gründete er ein Armenhospiz. 

Geprägt vom benediktinischen Grundsatz „Ora et labora“ gingen Gebet und Arbeit, Gottesdienst und Fürsorge für die Menschen bei Ulrich Hand in Hand.

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Ulrich wird mutig auf dem Pferd reitend nur mit Stola angetan und das Kreuz in der Hand geschildert. Vom Himmel her sei ihm ein Engel mit dem „Crux victorialis“ zu Hilfe geeilt.

Bei der Schlacht auf dem Lechfeld war Bischof Ulrich bereits 65 Jahre alt und sollte doch weitere 18 Jahre sein Bistum leiten. 
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Bereits kurz nach seinem Tod wurde Ulrich als Heiliger betrachtet und sein Grab von Hilfesuchenden aufgesucht, um seine Fürsprache anzurufen. Die Kunde über erstaunliche Wunderzeichen am Grab vermehrten rasch den Ruhm des Verstorbenen. Zeitgleich erfolgten erste Aufzeichnungen über sein Leben und Wirken. Der Ruf von den Wundern, die Christus durch den heiligen Ulrich wirkte, breitete sich immer weiter aus, dass man schließlich an Gerhard von Augsburg herantrat und ihn bat, die Miracula aufzuschreiben und zu bestätigen. Darin werden Heilungen von verschiedenen Krankheiten, Behinderungen und Besessenheit geschildert. Das Fest des heiligen Ulrich wurde jährlich an seinem Todestag, dem 4. Juli, gefeiert.

Die Förderung der Ulrichsverehrung ging neben dem gläubigen Volk vor allem von Bischof Luitold aus, der das Bistum Augsburg von 988 bis 996 leitete. Er reiste im Winter 992 nach Rom, um bei der Lateransynode die offizielle päpstliche Heiligsprechung Ulrichs zu erbitten.

Es ist sicher eines der bedeutendsten Ereignisse der Ottonenzeit, dass Bischof Luitold von Augsburg vom damaligen Papst Johannes XV. eine Bulle an alle Erzbischöfe, Bischöfe und Äbte in Gallien und Germanien erlangte, in der verfügt wurde, dass das Andenken an den heiligen Bischof Ulrich mit ehrfürchtiger Liebe und treuer Hingabe im Gottesdienst zu pflegen sei. Erstmals in der Geschichte der Kirche wird in ihr eines ihrer Mitglieder durch offiziellen Spruch des Papstes zur Ehre der Altäre erhoben, erstmals die Bewilligung der liturgischen Verehrung eines Heiligen durch den Papst erteilt.






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Man sagt von Verstorbenen oft so leichthin, dass sie jetzt im Himmel sind: die Oma, der Onkel Alfred, der Herr Müller, der ein so herzensguter Mann gewesen ist … Probe aufs Exempel: Ist die Oma dann eine Heilige? Nichts anderes sind nämlich Heilige: Sie sind im Himmel, das heißt, sie leben ganz nah bei Gott. Im Himmel vollendet sich, wie diese Menschen gelebt haben und gestorben sind.

Im Nachhinein ist im Leben und im Sterben mancher Menschen das Wirken Gottes so deutlich zu erkennen, dass diese Menschen Heilige genannt werden. In ihnen verehren wir das Wirken Gottes, der die Menschen „heil“ und „ganz“ möchte – genau das heißt ja „heilig“. Gott möchte, dass die Menschen ganz so werden, wie er sie sich gedacht hat. Dazu spendet er auch die nötige Kraft: seine Gnade. In den Heiligen, also den Menschen, die sich von Gott helfen lassen, wird diese Kraft sichtbar.

Heilige sind keine Einzelkämpfer, selbst dann nicht, wenn sie als Einsiedler gelebt haben. Die Gemeinschaft mit Gott ist und erschafft eine Familienzugehörigkeit: In Gott haben die Menschen Gemeinschaft untereinander hier auf Erden und im Himmel. Das ist der Grundgedanke von Kirche. Die Kirche als Gemeinschaft lebt vom Austausch ihrer Gaben: von Glaube, Hoffnung und Liebe. Diese Gaben wenden die Glieder der Kirche einander im Gebet zu, ob als Zuwendung an die Verstorbenen, die noch einer Läuterung bedürfen, oder sozusagen von der anderen Seite her: als Fürbitte der schon Vollendeten an uns.

Die Heiligen stellen somit eine Art Einfallstor für das Licht von oben dar. Sie stehen für eine besondere Gottes- und Menschennähe und werden um ihr fürbittendes Eintreten in vielen Anliegen angerufen, die mit ihrem Leben und Sterben in Verbindung stehen oder die mit Wundern zu tun haben, die sich der Überlieferung nach an ihren Gräbern ereignet haben. Eine spezielle Nähe ergibt sich zu einem Heiligen, dessen Namen man trägt, oder weil man aus einer Pfarrei stammt, die einen bestimmten Heiligen zum Patron hat.

Beim heiligen Ulrich, der vor über tausend Jahren gestorben ist, verlieren sich die früher altbewährten Ansatzpunkte der Verehrung, wie sie sich zum Beispiel im Besuch der Ulrichsquellen niedergeschlagen haben, oder im Brauch, Erde vom Grab des heiligen Bistumspatrons nach Hause zu schaffen. In den jährlich stattfindenden Ulrichswochen allerdings, wenn zahlreiche Augsburger Diözesane gemeinsam zu seinem Grab pilgern, erweist sich in der Kraft Gottes weiterhin Ulrichs besondere Gabe, sein Volk zu einen und gemeinsam auf den Weg zum Guten zu bringen.
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Eine bisher ungeahnte Intensivierung und Hochblüte erlebte die Ulrichsverehrung im Bistum Augsburg in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts unter den Bischöfen Joseph Freundorfer (1949-1963) und Josef Stimpfle (1963-1992).

Bischof Freundorfer gab der Feier des Ulrichsfestes einen ganz neuen Rahmen. Er gestaltete 1955 das 1000-jährige Jubiläum der Lechfeldschlacht und bezog die ganze Diözese in die Festwoche vom 2. bis 11. Juli ein.

Er wandte sich mit eindringlichen Worten an die Priester im Bistum. Die Rede im Wortlaut:
http://www.suvdata.de/ulrichswoche/Ansprache_von_Bischof_Freundorfer.pdf


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Nach alter Überlieferung erhielt Ulrich, als er 954 den Papst in Rom besuchte, drei Teilchen vom Kreuz Christi. Diese trug er fortan in einem Brustkreuz bei sich. Das Kreuz wurde ihm bei seinem Tod 973 mit ins Grab gegeben, 210 Jahre später bei der ersten Öffnung der Grabstätte gefunden und entnommen.

Den glücklichen Ausgang der Lechfeldschlacht von 955 brachte man mit dem Gebet des Heiligen und dem Segen seines Kreuzes in Verbindung.

Als man die Kreuzreliquie im 14. Jahrhundert in ein kleines kreuzförmiges Gehäuse einschloss, versah man es nicht nur mit einer kunstvollen Astkreuzdarstellung, sondern rückseitig mit dem Hinweis „Crux Victorialis Sancti Udalrici Epi Aug“ (Siegendes Kreuz des heiligen Ulrich, Bischof von Augsburg).
Das kleine vergoldete und emaillierte Silbergehäuse wurde Ende des 15. Jahrhunderts einem kostbaren zweiten Goldgehäuse anvertraut, das 12,5 Zentimeter hoch und dreimal größer als das innere Behältnis ist. Es wurde mit Edelsteinen reich verziert und sollte Kostbarkeit und Reichtum des erlösenden Kreuzes zum Ausdruck bringen. 

Mit seinen beiden Fassungen wird das Ulrichskreuz bei festlichen Gelegenheiten gezeigt und bei Prozessionen mitgeführt.

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Josef Maria Friesenegger wurde mit 32 Jahren Pfarrer von St. Ulrich und Afra. Er blieb dies für 24 Jahre und entwickelte vielfältige Aktivitäten, wozu auch das Sammeln und Neuprägen von Ulrichskreuzen gehörte.

Die Sammlung, die auf der des Stiftspropsts Ritter von Türk aufbaute, wuchs zur weltgrößten ihrer Art heran. Friesenegger verstarb im Alter von 82 Jahren. Nach seinem Tod erschien seine umfangreiche Beschreibung der Ulrichskreuze.
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Die Ulrichskreuze wurden und werden nach dem Vorbild des Brustkreuzes der Äbte des Benediktinerklosters St. Ulrich und Afra von 1320/30 gefertigt. Dieses Kreuz geht auf den heiligen Ulrich zurück und erinnert damit an die Schlacht auf dem Lechfeld.

Wallfahrer, die zum Grab des heiligen Ulrich gekommen waren, nahmen von dort sogenannte „Ulrichserde“ oder „Sargholz“ mit. Man konnte aber auch Nachbildungen des Ulrichskreuzes erhalten. Diese hatten üblicherweise die Form eines Tatzenkreuzes, selten auch einer Medaille, und waren meist aus Messing oder Silber gegossen oder geprägt. Sie wurden am Original berührt und dienten als Andenken an die Wallfahrt, aber auch als Erinnerungszeichen an verdiente Äbte oder besondere Gedenktage, als Taufgeschenk, als Amulett gegen Krankheiten und Kriegsgefahren und als Grabbeigaben. An Dachstühle oder Hauswände genagelt sollten sie Viehkrankheiten, Unwetter und Zauberei abwenden. Zum Schutz gegen Mäuse wurden sie in Feldern vergraben.
Ob man bereits 1570 eine erste solche Nachbildung anfertigte, ist umstritten, doch ab der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurden die Kreuze in großer Stückzahl hergestellt. Sie fanden im gesamten süddeutschen Raum und im Elsass Verbreitung.
Mit der Säkularisation endete der Brauch vorerst, doch zur 900. Wiederkehr der Lechfeldschlacht 1855 wurde wohl eine Art Ulrichskreuz in Form einer Medaille hergestellt; Stadtpfarrer Friesenegger ließ 1893 ein kleines Ulrichskreuz gießen, dem zu besonderen Ereignissen in Bistum, Pfarrei oder Stadt weitere folgen sollten.

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Der Schrein (Kupfer, vergoldet) wird auf 1762 datiert. Die Silberreliefs wurden von dem Bildhauer und Ornamentkünstler Placidus Verhelst, der auch Gruft und Grabmal des heiligen Ulrich schuf, entworfen. Goldschmied Johann Carl Leonhard Zeckel schuf die Reliefs dann nach Verhelsts Entwürfen.

Die Gebeine wurden 1762 nach Zweifeln an ihrer Echtheit erhoben, ärztlich untersucht und 1764 in den Barockschrein umgebettet.

Das Bild zeigt die Beurkundung der Heiligsprechung am 3. Februar 993 durch Papst Johannes XV.
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Der Schrein mit den Gebeinen des Heiligen Ulrich wird zu Beginn der Ulrichswoche jedes Jahr in einer feierlichen Zeremonie erhoben. Den Sarkophag, der die Reliquien des Heiligen Bistumspatrons enthält, gibt es in seiner heutigen Form schon seit über 250 Jahren.
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210 Jahre nach dem Tod des heiligen Ulrich hat man dessen Grab geöffnet und verschiedenen Gegenstände daraus entnommen. Bei den in Pontifikalgewändern beigesetzten Gebeinen des Heiligen fand man auch die stark korrodierten Teile seines Kelches.

Der jetzige Ulrichskelch mit figürlichen Darstellungen aus den Jahren 1180 und 1240, trägt eine Inschrift, die besagt, dass er im Grab auf der Brust des Bischofs gefunden wurde. Die Neugestaltung war vermutlich zu den Feierlichkeiten (Einweihung der 6. Kirche und 1. Translation des heiligen Ulrich) von 1187 vollendet. Bei der Kostbarkeit der Reliquie wurde sie vermutlich im Kloster selbst ausgeführt.
Die Kelchschale birgt die Cuppa des Kelches, den der heilige Ulrich zu Lebzeiten benutzt hat.

Der Ulrichskelch diente vom 13. Jahrhundert an zur sogenannten „Ulrichsminne“, bei der man einen Weintrunk reichte und sprach: „Trinke die Minne des heiligen Ulrich!“. Der Trunk galt lange als Heiltrunk gegen Fieber- und Wundkrankheiten und nahm Bezug auf eine Inschrift am Fuß des Kelches: „Hier wird das Gegengift dargeboten, das dem schon Todgeweihten Heilung schenkt.“

Bei der Auflösung des Klosters im Jahr 1807 musste der Kelch den königlichen Kommissären überliefert werden. Trotz seines Alters wäre er als wertlos eingeschmolzen worden, hätte ihn nicht Bischof Clemens Wenzeslaus als Privateigentum an sich gebracht. Dieser glühende Verehrer des heiligen Ulrich vermachte ihn bei seinem Tod dem Generalvikariat.

Auf Bemühen des damaligen Pfarrers von St. Ulrich und Afra, P. Benedict Abbt, wurde der Ulrichskelch am 21. März 1827 vom Generalvikariat an die Pfarrei zurückgegeben.

Im Jahr 1954/55 wurde der Kelch umfangreich restauriert. Heute findet er bei besonderen Gelegenheiten im Gottesdienst wieder Verwendung.
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„Trinket die Güte des heiligen Ulrich, unseres mächtigen Fürsprechers bei Gott! Sein Leben der Gastfreundschaft sei uns Ermutigung und Zuspruch! Prosit, Sancte Udalrice!“ Mit diesem Trinkspruch ließ Bischof Meier bei der diesjährigen Ulrichswoche einen alten Brauch wieder aufleben: am Festtag des heiligen Ulrich wurde den Gläubigen Ulrichswein gereicht, die so genannte „Ulrichsminne“.  2022 segnete der Bischof erstmals wieder ein Fässchen Wein, das nach dem Gottesdienst ausgeschenkt wurde. Auch die Kinder hatten Freude an dem alten Brauch: Sie stießen mit Traubensaft an.  


Artikel in der Katholischen SonntagsZeitung
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Auswirkungen heute

Kann ein Heiliger, der als Bischof vor mehr als 1000 Jahren gewirkt hat, den Menschen noch heute geistliche Impulse und Anregungen durch sein seelsorgliches Wirken geben, die für die gesellschaftliche und kirchliche Situation von Bedeutung sind? 

Viele Einrichtungen im Bistum tragen seinen Namen. Sie setzen sich nach dem Vorbild Ulrichs ein für Menschen mit Behinderung, für Alte, Kranke und Bedürftige. Sie sehen sich als Instrument der Verkündigung und Glaubensvermittlung, Bildung und Soziales. So wirkt der Heilige bis heute.

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Die Ulrichswerkstätten der Caritas bieten überall im Bistum Menschen mit Behinderungen Arbeitsplätze, die auf ihre Fähigkeiten zugeschnitten sind. Hier bekommen Menschen, die wegen Art oder Schwere der Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt keinen Job finden, die Möglichkeit, am Arbeitsleben teilzunehmen.






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In Augsburg, Aichach und Schwabmünchen bieten die Ulrichswerkstätten etwa 650 Menschen mit Behinderung die Möglichkeit, am Berufsleben teilzunehmen. Die Werkstätten stehen bis heute in enger Tradition zum Wirken ihres Patrons, der sich stets besonders für die Hilfsbedürftigen und Schwachen eingesetzt hat: hier ist der Heilige noch immer lebendig.



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Die Gärtnerei „Carotte“ gehört ebenfalls zu den Ulrichswerkstätten. Sie ist keine gewöhnliche Gärtnerei, denn hier steht der Mensch im Vordergrund. Das heißt, die Arbeit wird an den Menschen und seine individuellen Fähigkeiten angepasst und nicht umgekehrt. 


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Der Sankt Ulrich Verlag vermittelt im Auftrag des Bischofs von Augsburg die Botschaft Jesu Christi und der römisch-katholischen Kirche. Die Katholische SonntagsZeitung und Neue Bildpost, katholisch1.tv und Radio Augsburg verbreiten Informationen zu aktuellen Ereignissen und Vorgängen in Kirche, Politik und Gesellschaft sowie deren Interpretation aus katholischer Sicht. 
Der Name des Verlags ist dabei Programm:  So soll das segensreiche Wirken des heiligen Ulrich im Bistum wachgehalten und fortgeführt werden. 



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Schon im Juni 1945 fanden sich katholische Augsburger Bürger zur praktischen Mithilfe und finanziellen Unterstützung bei der Instandsetzung und Beschaffung von Wohnraum im Verein „Christliche Wohnungshilfe“ zusammen. Bald schon entwickelte sich aus der Selbsthilfe eine systematische Bauträgertätigkeit, die den Neubau von Wohnungen und anderen Zentren in der Diözese Augsburg umfasste. Zu diesem Zweck schlossen sich Ende 1948 die katholische Aktion „Caritas“ und der Verein „Christliche Wohnungshilfe“ zu dem Familienhilfswerk „Christenvolk baut auf“ zusammen.

In einem weiteren Schritt wurde 1952 das St. Ulrichswerk in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft gegründet. 

Das Unternehmen ist im Wohnungsbau, der Verwaltung von eigenem und fremdem Wohnungsbestand, der Baubetreuung und der Projektentwicklung für kirchliche Einrichtungen tätig.

Als werteorientiertes Unternehmen steht es für nachhaltigen Wohnungsbau, soziale Verantwortung und den bewussten Umgang mit den natürlichen Ressourcen unserer Erde.
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Alle Menschen lagen Ulrich am Herzen. Er setzte sich besonders für all jene ein, die Hilfe bedurften. So gründete er beispielsweise ein Armenhospiz für arme und kranke Menschen. Noch heute tragen im Bistum Augsburg viele Seniorenheime seinen Namen.


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Gerade weil er selbst eine ausgezeichnete Bildung erhalten hatte, war es dem Augsburger Bischof wichtig, dies auch anderen zu ermöglichen. Zu diesem Zweck ließ er die Domschule ausbauen.

Auch das Kloster Benediktbeuern, in dem heute die Salesianer Don Boscos wirken und das verschiedene Jugend- und Bildungseinrichtungen beherbergt, wurde einst von Bischof Ulrich wieder aufgebaut. Nach dem heiligen Bonifatius wird der heilige Ulrich, der dem Kloster zeitlebens eng verbunden war, als zweiter Gründer des Klosters Benediktbeuern verehrt.


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Seit 2014 bietet das Bistum Augsburg im Kloster Benediktbeuern den Bachelor-Studiengang „Religionspädagogik und kirchliche Bildungsarbeit“ an. Damit qualifizieren sich die Studierenden für Berufe in der Kirchengemeinde, zum Beispiel als Gemeindereferent, oder für den Lehrberuf an Grund-, Mittel oder Förderschulen.
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Es ist nicht nur wichtig, Wissen zu vermitteln, betonte Weihbischof Florian Wörner bei der Eröffnung der neuen Bischof-Ulrich-Grundschule in Augsburg im September 2021. Ein Plus dieser Schule sei die Vermittlung von christlichen Werten. Die Herzensbildung und die Botschaft des Evangeliums seien ein echter Mehrwert.

Alle neuen Erstklässler bekamen zum Start eine Halskette mit einem Fischsymbol geschenkt. Dieses ist ein Zeichen christlichen Glaubens und erinnert außerdem an die Legende des Fischwunders. So erinnert es die Kinder auch an den Namensgeber ihrer Schule.
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Landkreis und Stadt Dillingen a. d. Donau, die Heimat des heiligen Ulrich, haben 1993 die Heiligsprechung des Bischofs vor 1000 Jahren – im Jahr 993 – zum Anlass genommen, der Einheit Europas im christlichen Geist einen Impuls zu geben und die „Europäische St.-Ulrichs-Stifung“ gegründet. 

Ein besonderer Stiftungszweck ist es, regelmäßig den mit 10.000 EUR dotierten Europäischen St.-Ulrichs-Preis an Personen, Initiativen und Institutionen aus den Bereichen Politik, Kirche, Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und Soziales zu verleihen, die sich in christlich-abendländischer Tradition und im Geiste des heiligen Ulrich für die Einheit Europas einsetzen bzw. eingesetzt haben.

Zu den bisherigen Preisträgern zählen:
Alfons Nossol, Bischof von Oppeln
Alois Mock, Außenminister a. D. (Österreich)
Bundeskanzler Helmut Kohl
Roman Herzog, Bundespräsident a. D.
Publizistin Marion Gräfin Dönhoff
Die Gemeinschaft Sant'Egidio
Kardinal Miloslav Vlk, Erzbischof von Prag
Violinistin Anne-Sophie Mutter
Lech Wałęsa, polnischer Politiker und Friedensnobelpreisträger
Das internationale Netzwerk „Miteinander für Europa“, bestehend aus 300 christlichen Gemeinschaften
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble
Ärzte ohne Grenzen
Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Giovanni di Lorenzo, Journalist






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Basilika Sankt Ulrich und Afra

Über dem Grab der heiligen Afra († 304) entstanden nacheinander eine spätrömische Basilika, dann ein vorromanischer und ein romanischer Kirchenbau.

Hier fand der im Jahr 973 gestorbene Bischof Ulrich seine letzte Ruhestätte. Im Jahr 1012 kamen Mönche vom Tegernsee und gründeten das Benediktinerkloster St. Ulrich und Afra, das als Reichsstift bis 1802 bestand.

Der jetzige Kirchenbau hat eine mehr als 100-jährige Baugeschichte. 1474 wurde im Langhaus begonnen, die Fertigstellung erfolgte erst um 1600 im Chor und am Turm.

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Seit 33 Jahren ist Anton Holzmüller schon Mesner in der Basilika Sankt Ulrich und Afra. Sie ist zu seiner zweiten Heimat geworden. 

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Als Kirchenmusiker von St. Ulrich und Afra ist Peter Bader während der Ulrichswoche pausenlos im Einsatz: um selbst an der Orgel zu spielen, seine Ensembles zu dirigieren oder um Gastgruppen zu begleiten.

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Etwa viereinhalb Tonnen wiegt die schwerste Glocke im Turm der Basilika St. Ulrich und Afra. Und sie ist nur eine von insgesamt zehn Glocken. 

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Im Bistum Augsburg sind 48 Gotteshäuser dem heiligen Ulrich geweiht. Doch auch über die Diözese und selbst über die deutschen Landesgrenzen hinaus finden sich zahlreiche Ulrichskirchen und -kapellen. 

Die 48 Pfarreien mit Ulrichspatrozinium im Bistum Augsburg:
http://www.suvdata.de/ulrichswoche/Ulrichspatrozinien_im_Bistum_Augsburg.pdf































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Helfer in vielen Nöten

Der Augsburger Bistumspatron ist nicht nur Schutzheiliger von Stadt und Diözese Augsburg. Er wird auch als Patron der Fischer, Weber, Winzer und Reisenden verehrt. Außerdem wird er angerufen für gutes Wetter, vor Reisen und bei Wassermangel. Seine Attribute sind Bischofsstab und Fisch.

Schon die älteste Lebensbeschreibung erwähnt Wunder des Heiligen in Verbindung mit Wasser. So wird beispielsweise beschrieben, Ulrich habe mit einem Stock in die Erde gestoßen, wo daraufhin eine Quelle entsprang.

Wasser aus Ulrichsbrunnen soll unter anderem bei Augenleiden und bei Fieber helfen.
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Ein Attribut des heiligen Ulrich ist der Fisch. Das wird der Legende nach dem „Fischwunder“ zugeschrieben, wonach sich folgendes ereignet haben soll:

Bischof Ulrich speiste an einem Donnerstag mit dem heiligen Konrad zu Abend. Die beiden waren so in ihr Gespräch vertieft, dass sie die Zeit vergaßen und nicht merkten, dass bereits der nächste Tag angebrochen war.
Nun kam ein Bote des Herzogs aus Bayern in die Stadt und - weil der Bischof noch zu Tisch saß - trotz der späten Stunde eingelassen. Ulrich gab dem Boten als Wegzehrung ein Stück Fleisch mit, nicht merkend, dass bereits Freitag war.
Der Bote eilte nach Hause und wollte die Bischöfe beim Herzog anklagen, dass diese an einem Freitag Fleisch aßen. Zum Beweis zog er das Stück hervor, das er von Ulrich empfangen hatte. Doch statt einem Stück Fleisch hielt er der Legende nach einen Fisch in der Hand.



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Impressum

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Diese Multimedia-Reportage wird realisiert von der Mediengruppe Sankt Ulrich Verlag GmbH, Augsburg.

Gesellschafter: Diözese Augsburg (100 %)
Geschäftsführerin: Ruth Klaus

Henisiusstraße 1, 86152 Augsburg
Postfach 11 19 20, 86044 Augsburg
Telefon: 0821/50242-0 (Zentrale)
Telefax: 0821/50242-41

HRB 6161, Amtsgericht Augsburg
Ust.IdNr. DE127510854

Videobeiträge von katholisch1.tv

Redaktion: Simone Sitta

Bildnachweis:
Kunstverlag Fink, Kloster Benediktbeuern (3), pba/Schnall (3), ppa/Rösch, Annette Zoepf (3), Archiv (3), SUV/Buchart, SUV/Banner (17), Spaziani, Jan Koenen (Landratsamt Dillingen), Wolfgang Moroder CC-BY-SA 3.0 de
Fotolia: ricschmitz, dmaphoto, fotoping, jarek106, astrosystem, Olesia Bilkei, goodluz, Andrey Popov, drubig-photo, Hans und Christa Ede, EMrpize, Witold Krasowski
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